Maite in Tirana, Albanien// 1.Bericht

 

Ich entschied mich mit dem Bus nach Albanien zu reisen. Auf dieser langen Fahrt hatte ich genug Zeit mir zum tausendsten Mal dieselben Fragen zu stellen und natürlich kamen auch die ersten Zweifel auf. Habe ich wirklich die richtige Entscheidung getroffen? Werde ich Freund*innen finden? All diese Fragen schwirrten die ganze Busfahrt über in meinen Kopf herum bis ich schließlich in Tirana ankam. Sofort verschwanden meine Sorgen, ich fühlte mich wohl und hatte ein sehr gutes Gefühl für mein nächstes halbes Jahr.

Nun bin ich schon seit zwei Monate hier und meine Zeit ist von so vielen unglaublich schönen Momenten und Erlebnissen geprägt. Ich bin so dankbar diesen Schritt gewagt zu haben und nun die Chance zu haben Albanien, die albanische Kultur und vor allem die Menschen hier kennenzulernen.

Meine Arbeit als Freiwillige bei Beyond Barriers gestaltet sich als sehr abwechslungsreich und interessant. Innerhalb einer gewöhnlichen Woche besuchen wir Schulen in Tirana und unterstützen die dort bestehende Projekte wie zum Beispiel die Gewächshäuser oder das Art Lab. Im Gewächshaus kümmern wir uns um die Pflanzen während wir im Art Lab mit Ton kreative Arbeiten herstellen. Teils unterstützen uns dabei die Kinder an den Schulen. Auf jeden Fall bin ich sehr froh nicht mehr ewig lange Texte wie in der Schule schreiben zu müssen, sondern kreative Arbeiten mit meinen Händen zu machen.

Es ist immer wieder sehr rührend zu sehen, wie sehr die Kinder sich freuen, wenn wir etwas mit ihnen unternehmen. Meistens sind es die simpelsten Dinge, wie gemeinsam Volleyball zu spielen.

Zudem unterstützen wir Kinder mit Behinderung bei sportlichen Aktivitäten, was sich immer wieder als witzig und gleichzeitig auch als herausfordernd herausstellt.

Außerdem organisieren wir regelmäßige Clean-up‘s am Ufer eines Flusses am Rande von Tirana. Diese Arbeit ist zwar manchmal etwas anstrengend oder es ist nicht gerade immer motivierend Müll aufzusammeln, aber gleichzeitig doch sehr wichtig, um vielleicht einen kleinen Teil beizutragen und Bewusstsein für unsere Umwelt zu schaffen. Auch mich hat es nochmals auf eine neue Art und Weise zugleich wütend und traurig auf die Industrie von Fast Fashion gemacht, da am Ufer des Flusses Berge an weggeschmissener Kleidung verrotten.

Ein weiterer großer Teil unserer Arbeit ist Social Media Content Creation, das bedeutet wir schneiden viele Videos oder gestalten neue Posts in Canva.

Besonders schätze ich die wunderbare Atmosphäre innerhalb der Organisation. Wir sind alle junge Menschen, was es sehr herzlich und entspannt macht. Außerdem wird sich um uns Freiwillige großartig gekümmert, bei jeglichen Problemen haben wir Ansprechpartnerinnen und wir verfügen über ein großes Netz an Mentorinnen. Somit wurde mir von Anfang an ein tolles soziales Netz aus den anderen Freiwilligen und unseren Mentor*innen in die Hände gelegt, wofür ich super dankbar bin.

Auch Tirana genieße ich sehr. Die Stadt fühlt sich unglaublich lebendig an mit all den Cafés, Bars, Märkten und Bäckereien. Einer meiner liebsten Alltagsmomente ist es morgens vor der Arbeit in der Bar unter meinem Fenster.

Maite verbringt ihren Freiwilligendienst bei Beyond Barriers, ihr Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Wenn du etwas Ähnliches wie Maite erleben möchtest, schau dir unsere Calls hier an.