Maike in Skopje, Nordmazedonien // Abschlussbericht

 

Freunde, Erfahrungen und soo viele wunderschöne Erinnerungen später sitze ich hier und schreibe meinen Abschlussbericht und irgendwie fühlt es sich immernoch wie gestern an, dass ich voller Neugierde, Motivation und Aufregung in das Flugzeug nach Skopje gestiegen bin. Gleichzeitig fühlt es sich rückblickend allerdings auch ein bisschen wie in einer anderen Welt an, als ich auf mein Visum gewartet habe und wo ich dieses wunderschöne Jahr noch nicht erlebt habe.

In diesen letzten 9,5 Monaten  durfte ich so viele Dinge erleben und entdecken, dass ich es immer noch nicht alles verarbeitet habe. Zunächst konnte ich mega viel lernen. Einerseits natürlich bei der Arbeit die hard skills wo ich lernte Artikel zu schreiben, mit Social-media umzugehen und lustige sowie informative Videos zu schneiden. Gleichzeitig lernte ich mit AdobeIndesign und Canva posts und Artikel zu designen und Podcasts aufzunehmen und zu schneiden. Ein weiterer sehr wichtiger Teil war, dass ich lernte Workshops und Events zu planen und umzusetzen. Und mir selber ein Konzept für diese zu überlegen, es mit Hilfe der Mitarbeiter und anderen Freiwillige zu überarbeiten und dann umzusetzen. Andererseits lernte ich gleichzeitig soft skills wie im Team zu arbeiten. Da wir meistens eine Gruppe aus ungefähr 10 Freiwilligen waren die sich viele Aufgaben aufteilen und koordinieren musste, lernten wir viel in der Gruppe zu arbeiten und bei Problemen Lösungen, sowie neue Strategien zu finden und die Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Zusätzlich war es immer eine schöne, familiäre Atmosphäre im Büro, da wir gegenseitig aufeinander achtgegeben haben, auch gerade zwischen den Freiwilligen, da wir ja alle alleine im Ausland waren.

Gleichzeitig habe ich auch sehr viele Dinge über mich und generell in diesem Jahr gelernt durch die ganze neuen Erfahrungen die ich machen durfte – z.B. dass ich eine gute Balance zwischen sozialer Zeit und Zeit mit mir finden muss und wo meine Stärken und Schwächen liegen. Natürlich hatte dieses Jahr auch Herausforderungen für mich, beispielsweise musste ich mich daran gewöhnen nicht so lange im voraus planen zu können und an mir arbeiten um nicht so sehr viele Dinge zu überdenken (wozu ich leider neige), an denen ich aber jeweils auch gearbeitet habe und ein paar Schritte in die richtige Richtung gehen konnte. Was auch eine eher unschöne Erfahrung war, dass ich in dem Jahr recht häufig krank war und auch zum Arzt gehen musste. Natürlich war ich teilweise auch überfordert mit neuen Situationen und war auch zu vielen Zeitpunkten in diesem Jahr sehr gestresst, doch im Endeffekt habe ich es meistens geschafft damit umzugehen, was  mir folglich wie das ganze Jahr sehr viel Eigenständigkeit und Selbstvertrauen gegeben hat.

Für mich war dieses Jahr zusätzlich mein erstes Mal alleine wohnen und ich habe es sehr genossen mit anderen Freiwilligen in einer WG zu wohnen, zusammen zu kochen, Spieleabende zu machen und einfach generell unseren Alltag zusammen zu verbringen, was auch bedeutet, dass ich nicht alleine gewohnt habe sondern mit meinen Freunden.

Während diesem Jahr habe ich so viele tolle und interessante Menschen und Freunde kennengelernt ohne die dieses Jahr nicht das gleiche gewesen wäre und mit denen ich so viele schöne Dinge erlebt habe. Das nach der Arbeit ins Cafe oder Abends in die Bar gehen, gemeinsam im Büro zu sein oder zusammen zu reisen und die mazedonische Kultur und Natur zu entdecken war etwas sehr besonderes. Gleichzeitig bin ich automatisch sehr viel besser geworden auf andere Menschen zuzugehen und habe total viele neue Sichtweisen und positive Einstellungen auf alles mögliche kennengelernt auch durch die entspannte, lockere und herzliche mazedonische Art, die ich vermissen werde.

Als ich  aus Mazedonien abgereist bin konnte ich es schwer realisieren, dass ich gehe und hatte immer Momente wo ich es realisiert habe, dass dieses Jahr vorbei ist. Jetzt sitze ich wieder Zuhause in Deutschland und vermisse bereits Mazedonien und alle lieben Menschen mit denen ich meine Zeit dort verbracht habe und freue mich schon so darauf sie bald in Skopje oder irgendwo in Europa wiederzusehen. Wenn ich an meine Zeit in Mazedonien denke fällt es mir schwer und es ist wahrscheinlich unmöglich dieses ganze Jahr in Worte zu fassen. Ob es die Atmosphäre im Büro, gemeinsames in Cafes oder Bars sitzen, die Berge und Natur, unsere Wohnung oder gemeinsame Trips sind, natürlich gemeinsam mit ein bisschen Stress, Herausforderungen und auch Überforderung, ich bin super glücklich, dass ich diesen ESC machen durfte und werde es für immer in meinem Herzen haben.

 

Maike verbringt ihren Freiwilligendienst im Volunteer Centre Skopje, ihr Projekt wird ko-finanziert von der Europäischen Union.

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