Melina in Blanes, Spanien // Abschlussbericht

Ein letztes Mal: Bon dia!

Ich bin nun seit knapp einer Woche wieder in Deutschland und muss mich hier erstmal wieder eingewöhnen. Der Juni war noch einmal ein wirklich schöner, aber auch voller Monat – voller schöner Ausflüge, viel Schnorcheln, vielen Treffen mit Freundinnen aber auch vieler organisatorischer Dinge wie Unibewerbungen oder der Buchung meiner Heimreise. Ich habe Cadaques, Vic und Tossa besucht. Außerdem war ich noch einmal Techno feiern, was eine sehr schöne Erfahrung war. In diesem letzten Bericht möchte ich noch einmal auf meine Zeit in Katalonien zurückblicken und bewusst meine Erfahrungen reflektieren.

Ich habe mich für die Teilnahme am ESK entschieden, weil ich schon lange einmal die Erfahrung machen wollte, wie es ist, länger im Ausland zu leben, eine andere Kultur zu erleben und eine andere Sprache im Alltag zu brauchen. Außerdem wollte ich zwischen meinem Bachelor und meinem Master eine Pause machen, wofür sich ein Freiwilligendienst im Ausland perfekt geeignet hat.

Meine schönste Erinnerung an den Freiwilligendienst ist wohl neben meinem Urlaub in den Picos de Europa ein Schnorchel-Ausflug mit zwei der Gärtner. Hier wurden Vianne und mir im Meer Tiere und Pflanzen gezeigt, was echt super viel Spaß gemacht hat und meine Freude an der Unterwasserwelt noch einmal gestärkt hat. Es war außerdem echt toll, am Ende der Zeit einen Nachmittag komplett auf Spanisch reden zu können, wenn auch nicht perfekt. 

Drei Dinge, die ich aus meinem Freiwilligendienst gelernt habe, sind:

·       Eine Sprache zu sprechen, auch wenn man nicht gut darin ist. Weil ich sonst nicht besser werden kann.

·       Mehr auf mich selber zu hören.

·       Ich habe erkannt, wie sehr ich mich (neben Pflanzen) für Vögel und Fische begeistere.

An meinem Freiwilligendienst hat mir am besten gefallen, dass ich den ganzen Tag draußen in der Natur sein durfte und mich so viel mehr verbunden mit der Pflanzen- und Tierwelt verbunden gefühlt habe. Ich habe so viel über Pflanzen und Ökosysteme lernen und wunderschöne Pflanzen sehen dürfen. Am wenigsten hat mir gefallen, dass Barcelona von Blanes aus nicht so schnell zu erreichen war und es mitunter schwierig war, Gleichaltrige in der Nähe kennenzulernen.

Ich denke, dass diese Erfahrung meine Persönlichkeit insoweit beeinflussen wird, dass ich noch etwas selbstsicherer werde. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mir in einem fremden Land ein eigenes kleines Leben aufbauen und trotz Sprachbarriere mit Menschen kommunizieren kann, was mein Vertrauen in mich selbst noch einmal gestärkt hat. Meine Zukunft wird es meiner Einschätzung nach so beeinflussen, dass ich inspiriert bin, noch einmal ins Ausland zu gehen und mich auch in meiner Heimatstadt mehr für Dinge einzusetzen, die mir wichtig sind. Ich bin also sehr motiviert, mich beispielsweise für Umweltschutz zu engagieren und auch an Youth Exchanges teilzunehmen, welche ebenfalls von der Europäischen Union finanziert werden und die Möglichkeit bieten, sich mit internationalen Menschen zu connecten.

Den Freiwilligendienst bei meiner Aufnahmeorganisation würde ich generell weiterempfehlen, da es ein echt toller Mix aus Garten- und Büroarbeit ist und man somit viel Abwechslung hat. Auch einige der Gärtner sind wirklich total herzlich und empfangen uns Freiwillige mit offenen Armen. Die Natur in Blanes ist wirklich wunderschön und ich habe es als großes Geschenk angesehen, dass ich – als es die Temperaturen zugelassen haben – mehrmals die Woche schnorcheln und schwimmen konnte. Ich plane auf jeden Fall, Blanes noch einmal zu besuchen und ich fühle mich dem Ort weiterhin verbunden. Bewusst sein muss einem allerdings, dass Blanes keine Großstadt ist und Barcelona zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt liegt. 

Insgesamt werde ich auf meinen Freiwilligendienst in Katalonien positiv zurückblicken und bin unfassbar dankbar, diese intensive, lehrreiche und wunderschöne Erfahrung gemacht haben zu dürfen. 

 

Melina verbringt ihren Freiwilligendienst bei Marimurtra Garden , ihr Projekt wird ko-finanziert von der Europäischen Union.

Wenn du etwas Ähnliches wie Melina erleben möchtest, schau dir unsere Calls hier an.