Der Youth Exchange „Wear the Change“ fand vom 15. bis 24. Juli 2025 in Pakrac, Kroatien, statt und brachte 28 junge Menschen aus Deutschland, Rumänien, Spanien, Portugal und Kroatien zusammen. Organisiert von Čisteći Medvjedići und gefördert durch Erasmus+ untersuchte das Projekt die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Fast-Fashion-Industrie und ermutigte die Teilnehmenden, nachhaltige Praktiken in ihren eigenen Gemeinschaften zu fördern.
Durch interaktive Workshops wie “Textile Untangled“, Forumtheater und viele weitere erhielten wir Einblicke in die verschiedenen Schritte des Lebenszyklus von Kleidung. Besonders beliebt waren die praktischen Aktivitäten, wie z. B. das Umgestalten alter Kleidungsstücke zu etwas Neuem und Modischem. Ebenso ein Highlight war der Kleidertausch, bei dem alle Teilnehmenden ihre gebrauchten Kleidungsstücke austauschten. Im Anschluss veranstalteten wir eine Modenschau, bei der wir stolz unsere Kreationen präsentierten und zeigten, dass nachhaltige Kleidung sowohl stilvoll als auch umweltfreundlich sein kann.
Wir hatten außerdem die Gelegenheit, die kroatische Hauptstadt Zagreb zu besuchen, wo wir nachhaltige Second-Hand-Shops erkundeten und gleichzeitig die beliebtesten lokalen Sehenswürdigkeiten kennenlernten.
Der Youth Exchange sensibilisierte für einen verantwortungsvollen Konsum, stärkte auch die interkulturellen Verbindungen und inspirierte uns dazu, uns für eine nachhaltigere Zukunft einzusetzen.
Lieblingsmomente
Yuyu:
Die Abgeschiedenheit in einer Berghütte, umgeben von wunderschöner Natur, war eines meiner absoluten Highlights. Zu jeder Mahlzeit saßen wir draußen, genossen das Essen, die Gesellschaft der anderen und den atemberaubenden Blick auf die Hügel. Es war der perfekte Ort, um über nachhaltige Mode zu lernen. Mir wurde bewusst, wie viel Einfluss wir Konsument*innen auf die Veränderung der Fast-Fashion-Industrie in Richtung eines bewussteren und nachhaltigeren Umgangs haben. Ich werde mein Wissen auf jeden Fall weitergeben und andere über alternative Möglichkeiten aufklären.
Basti:
Nachhaltige Mode begleitet mich schon seit vielen Jahren. Aber erst durch dieses Projekt habe ich verstanden, was „Wear the Change“ wirklich bedeutet. Durch viele inspirierende Gespräche mit Menschen aus ganz Europa habe ich viele neue Perspektiven auf Fast Fashion kennengelernt. Dank eines Workshops für das Reparieren von Kleidung und einer Modenschau, hatte ich außerdem die Chance, selbst designte Kleidung zu tragen und vor Anderen zu präsentieren. Vielen Dank an alle, die diese Erfahrung für mich so besonders gemacht haben.
Erina:
Ich war sehr schockiert, als mir klar wurde, welchen Schaden Fast Fashion unserem Planeten zufügt. Ich hatte vorher nie so tief darüber nachgedacht. Es war sehr interessant, die Gedanken und Geschichten der anderen zu hören – sie haben mich auch dazu gebracht, mein eigenes Konsumverhalten zu reflektieren. Ich habe es sehr genossen, Menschen aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und auch ein wenig über meine eigene Kultur zu teilen. Einer der schönsten Momente war, als wir den Gipfel des Berges erreichten – die Aussicht war einfach überwältigend. Ich vermisse die frische Luft, die wunderschöne Natur und vor allem die Menschen. Diese Erfahrung war voller Freude und Lernen – und sie bleibt mir tief im Herzen.
Marvin:
In dem Moment, in dem wir in der rustikalen, einladenden und herzlichen Berghütte Omanovac ankamen, überkam mich ein warmes, vertrautes Gefühl. Ich fühlte mich vom ersten Moment an willkommen, und die Müdigkeit der Reise verwandelte sich schnell in echte Vorfreude. Dieses Gefühl verstärkte sich während des gesamten Projekts.
Die Leiterinnen waren emotional sehr intelligent, aufmerksam und geduldig. Sie integrierten viele Energizer und schafften es, unsere Aufmerksamkeit stets zu halten. Ihr persönlicher und gleichzeitig professioneller Ansatz hat mir sehr gefallen. So wurde ein eigentlich schweres Thema wie Fast Fashion interessant und zugänglich.
Auch die vielfältigen Methoden wie Forumtheater, Expertinneninterviews, selbstgemachte Brettspiele, Workshops, Gruppenaktivitäten und viele andere halfen beim Lernen. Obwohl ich mich schon mit dem Thema auskannte, habe ich trotzdem sehr viel Neues gelernt.
Die Teilnehmenden waren alle sehr reif, freundlich und offen – es war so leicht, mit ihnen zu sprechen, zu lachen und Spaß zu haben. Ich werde sie alle sehr vermissen. Wir haben so viel Schönes gemeinsam gemacht: am Lagerfeuer gesungen, Karaokeabende gefeiert und viele Spaziergänge durch die Bergwälder unternommen.
Auch die Gastgeber*innen waren außergewöhnlich freundlich und hilfsbereit. Die Unterkunft lag perfekt zum Thema – oben auf dem Berg, umgeben von Wald. Ich habe mein Handy während des Projekts vielleicht nur ein- oder zweimal benutzt.
Ich würde dieses Projekt wirklich jedem weiterempfehlen.
Daniel:
An diesem Jugendaustausch teilzunehmen – besonders weil es mein erster war – war eine ganz besondere und augenöffnende Erfahrung für mich. Ich habe bereits vorher auf mein Kaufverhalten geachtet, aber das Projekt hat mein Verständnis für die Auswirkungen von Fast Fashion deutlich vertieft. Mit dem neu gewonnenen Wissen weiß ich nun, wie wichtig es ist, andere zu informieren und Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.
Was ich auch sehr geschätzt habe, war die Unterkunft – unsere Gastgeber*innen waren unglaublich herzlich, das Essen war ausgezeichnet und die Aussicht einfach atemberaubend. Insgesamt war die Teilnahme an diesem Projekt eine sehr lehrreiche Erfahrung, und ich bin dankbar, so viele interessante Menschen aus ganz Europa kennengelernt zu haben.
Die Jugendbegegnung „Wear the change“ wurde vom Erasmus+ Programm finanziert und von unserer Partnerorganisation Čisteći medvjedići durchgeführt.
Wenn du etwas Ähnliches erleben möchtest, schau dir unsere Calls hier an.





