Felix, Portugal // Abschlussbericht

Als ich am ersten März in Portugal ankam, hatte ich es noch nicht richtig realisiert, das ich jetzt die nächsten 3 Monate in Portugal verbringen werde. Ich hatte mich bei dem Projekt beworben, weil ich gerne etwas für die Natur tun wollte und neue Erfahrungen sammeln wollte. So wirklich eine Idee, was mich erwartet, hatte ich nicht, aber das, was mir erzählt wurde, klang sehr interessant und so stellte ich mich darauf ein, die nächsten 3 Monate bei MONTIS als Freiwilliger zu arbeiten.

Zu Beginn meiner Zeit bei Montis war ich der einzige deutsche Freiwillige und so kam ich in ein schon bestehendes Team aus vier Franzosen und einer Estländerin. Das Einleben hat super funktioniert. Es war eine neue Erfahrung, sich in einer größeren Gruppe komplett abgestimmt zu organisieren. In meinem ersten Monat haben wir die meiste Zeit damit verbracht, Bäume zu pflanzen. Das Grundstück war von unserer Unterkunft aus zu Fuß zu erreichen und so haben wir sehr viel eigenständig gearbeitet. In der Gegend gab es aufgrund eines Feuers quasi nur noch Büsche und die Idee war, Mosaike mit wieder Bäumen herzustellen, damit es mehr Biodiversität gibt und die Gegend auch resistenter zu Feuern wird, weil die Büsche sehr leicht brennen.

Im April sind die vier Franzosen dann gegangen und wir anderen (eine Deutsche, die in der Zeit noch gekommen ist, die Estländerin und ich) umgezogen in eine andere Unterkunft. Diese war weiter weg und so wurden wir zu unserem neuen Arbeitsplatz jeden Morgen entweder mit dem Taxi oder von jemandem von Montis gefahren.

Da es zu trocken warum noch weiter zu pflanzen haben wir jetzt Eichen geschnitten. Das war ein Grundstück mit wunderschöner Aussicht wo leider auch eine Buschart dominiert hat, nachdem bei einem Feuer alles verbrannt ist. Davor war dort ein Eichenwald und unsere Aufgabe war es, uns einen Weg durch die Büsche zu bahnen und die Eichen so zu schneiden, das sie primär nach oben wachsen. Um ihnen einen Vorteil gegenüber den Büschen zu verschaffen und in der Hoffnung, dass sie das nächste Feuer überstehen.

Nach etwa einem Monat dort sind wir in eine Unterkunft in Vouzela gekommen zu dem Zeitpunkt waren wir eine Gruppe von vier Deutschen. Und es gab noch eine neue Gruppe mit vier Franzosen. Von Vouzela aus sind wir entweder weiter Eichen geschnitten oder in der Nähe von Rinden invasiver Bäume entfernt, damit diese in ein paar Jahren absterben.

Wir waren aber nicht nur in der Nähe von Vouzela, sondern haben auch Aktivitäten weiter entfernt gemacht. So waren wir einmal für ein paar Tage in der Nähe von Lissabon und haben da auf einem anderen Grundstück gearbeitet.

Auch Zeit zum Reisen hatten wir, was ich wirklich sehr empfehlen kann. So waren wir als Freiwillige alle zusammen zum Beispiel in Porto und Lissabon.

Rückblickend war es eine sehr schöne und ereignisreiche Zeit. Ich habe sehr viele neue Erfahrungen gesammelt und kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen.

Felix verbringt seinen Freiwilligendienst bei MONTIS, sein Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union.

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