Kristin in Thessaloniki, Griechenland// Abschlussbericht

„Of course you are welcome“, so selbstverständlich wurde ich noch nie begrüßt oder vor allem nicht in einer Organisation aufgenommen. Ich durfte mich super glücklich schätzen, dass FixInArt mich so schnell und herzlich bei sich aufgenommen hat und ich als Freiwillige anfangen durfte. Nach meinem abrupten Ende meines letzten Freiwilligendienstes wusste ich nicht genau, wie es für mich weitergehen sollte, da ich die Zeit im Freiwilligendienst so genossen hatte und noch nicht wusste, wie mein weiterer Weg Zuhause aussehen sollte. Dank NaturKultur, FixInArt und einer kurzen 4 stündigen Busstour von Skopje nach Thessaloniki, durfte ich FixInArt besuchen kommen und war unheimlich glücklich, als mir gesagt wurde, dass es einen Platz für mich gibt und dass ich ein weiteren Freiwilligendienst von 2 Monaten bei ihnen machen kann! Ich musste nicht lange überlegen, denn vom ersten Moment an hat FixInArt etwas sehr besonderes an sich, was mich in den Bann gezogen hat.

FixInArt befindet sich gute 1,5 Stunden mit dem Bus außerhalb von Thessaloniki, in Epanomi, ein super niedlicher und ruhiger Ort umgeben von Feldern und das Meer in Sichtweite. Hinter einer Reihe von Bäumen und einem Gartentor befindet sich FixInArt. Ein großes Haus, welches von einem großen Garten umgeben ist. Das Erste was ich zusehen bekam, waren eine Menge junger Menschen, die in der wärmenden Sonne draußen saßen und jeder war vertieft in verschiedenen Hobbies, Gesprächen oder kreativen Projekten. Direkt wurde ich herzlich begrüßt, wurde herumgeführt und man bekommt viel Zeit sich einzugewöhnen. In den ersten Tagen schaut man sich den Alltag erstmal an, wofür ich ganz dankbar war, denn FixInArt hat eine Menge unterschiedlicher Aufgaben, die auch jeden Tag variieren.

Bei FixInArt lebt man in einer großen Community, wo wir im selben Haus wohnen und wo wir auch arbeiten. Wöchentlich haben wir fixe Aufgaben, um zusammen in der Community ein gemütliches Wohn- und Arbeitsumfeld zu kreieren. Dies beinhaltet zusammen kochen, gemeinsame Instandhaltung des Gartens und der Wohnfläche (Aufräumen, Gartenpflege, Saubermachen, etc.). Jeden Samstag fahren wir auf einen Obst- und Gemüsemarkt in Thessaloniki, um dort noch gute Lebensmittel zu retten, die sonst am Tagesende entsorgt werden würden. Diese Lebensmittel sortieren wir alle gemeinsam. Ein Teil wird an umliegende Organisationen gespendet und den anderen Teil verarbeiten wir an unserem Kochsonntag gemeinsam, um sie später im Laufe der Monate zu verwenden. Dabei lernen wir nachhaltige Methoden, um Lebensmittel lange haltbar zu machen und zusätzlich noch eine Menge neuer leckerer Rezepte!

Des Weiteren haben wir unterschiedliche Arbeitsgruppen bei denen man die freie Wahl hat, bei welcher man sich anschließen möchte. Es gibt eine Journalismusgruppe, die Künstler aus der Umgebung interviewt und ihre Geschichten in nachhaltigen Aufnahmen speichert und weitererzählt. Dann gibt es noch die Social Media Gruppe, die Gartengruppe, die Gruppe, die sich um die Tiere kümmert (zurzeit haben wir einen Hund Virgilio und neuerdings zwei Katzen), die „Zucchini“ Gruppe, die an einem Rezeptbuch arbeitet und sonst den Markt- und Kochttag organisiert, um nachhaltige Lebensmittelrettung zu fördern. Und dann gibt es noch die FixInside Gruppe, der ich mich auch angeschlossen habe.

Wir sind dafür zuständig unsere Wohnflächen gemütlich und schöner umzugestalten. Dabei haben wir freie Auswahlmöglichkeiten, welche Fläche wir als nächstes umgestalten wollen. In der Zeit wo ich hier war, haben wir den Treppenflur neu gestrichen und eingerichtet, wir haben einen SwapStore eröffnet, wo wir unsere eigene Kleidung hinterlassen können, aber auch uns neue nehmen dürfen, falls wir etwas brauchen. FixInside hat ein neues Bad saniert, sowie alte Möbel aufpoliert und restauriert. Wir lernen zudem eigenständig neue OnlineTools, um unsere Projekte zu planen und zu verwirklichen. Uns wird super viel kreativen Raum gelassen. Wir dürfen jederzeit eigene Ideen und Projekte einbringen und diese verwirklichen.

Wir sprechen einmal in der Woche in einem großen Meeting alles ab und updaten uns und fragen vorerst nach, doch gibt es hier wie an keinem anderen Ort, den ich je besucht habe, eine solche Unterstützung und Freiraum der eigen Kreativität und Motivation sich seiner eigenen Ideen anzunehmen. Der Ort macht es einem auch einfach. Das Haus hat so viel zu bieten, es gibt Craftrooms, Toolrooms, eine große Bücherei und generell super viel Material, welches hier zu finden gibt.

Sonst variieret die Zeitgestaltung sehr. Ich bin im September gekommen, wo es noch sehr warm hier war und wir insgesamt 20 Personen im Haus waren. Es gab viel zu tun, wie unter anderem auch das Pflücken von Oliven oder das Renovieren vom Haus. Immer passierte um einem herum etwas. Ich habe es sehr genossen, auch wenn es manchmal anstrengend sein kann, dass ständig um einen herum etwas passiert. Doch je kälter es wurde und je näher die Weihnachtszeit rückt, wurde die Anzahl der Personen weniger und unsere Aufgaben ruhiger. Dennoch bleibt der Spirit den ich hier erleben durfte.

Wir unternehmen gerne viel zusammen, sei es kurz zum Strand zu fahren, der 5 Minuten mit dem Bus entfernt ist, gemeinsam Thessaloniki erkunden oder in unsere neuen gemütlichen Ecken sitzen, die wir zusammen kreiert haben.

Die Zeit hier in FixInArt tat mir unheimlich gut. Man kann hier super gut entschleunigen und es gibt Raum zum Ausprobieren und Kreieren. Ich war lange nicht mehr so viel an der frischen Luft und man sieht direkt seinen Einfluss und das Ergebnis seiner Arbeit! Ich kann jeden nur empfehlen ein Freiwilligendienst bei FixInArt zu machen! Es ist die Wahrheit, dass es ein Zufluchtsort ist, den es sonst selten gibt. Ich hoffe ich kann den Spirit den ich hier erleben durfte, mit nach Hause zu nehmen! Danke FixInArt!

 
 

Kristin verbringt ihren Freiwilligendienst bei FixInArt , ihr Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Wenn du etwas Ähnliches wie Kristin erleben möchtest, schau dir unsere Calls hier an.